05. Juni 2010

Die Ranglisten vom Abendmeeting gibts hier: Ranglisten

Fotos vom Meeting gibts hier: Fotos

27. Mai 2010

Startliste und Zeitplan gibts hier.

27. September 2009

Bei wunderschönem Wetter ging dieses Wochenende die Obedience SM über die Bühne.

Die Gewinnerin der Klasse 3 ist Evi Studer mit ihrem Hovawart Qiurola.
Leider konnte der Titel “Schweizermeister/in 2009″ nicht vergeben werden, da dafür laut Obedience Reglement die Qualifikation “vorzüglich” verlangt wird.

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Wir gratulieren der Gewinnerin natürlich dennoch ganz herzlich!

Ranglisten von der Schweizermeisterschaft und vom offenen Turnier, gibts hier.



17. September 2009

Neu sind die Startlisten aufgeschalten.

05. August 2009

Infos gibts hier:

Obedience SM

12. April 2009

*NEU* Startlisten / Zeitpläne *NEU*


Schweizermeisterschaft

  • Datum:  Samstag 26.9.09 & Sonntag  27.09.09
  • Kategorie: 3, Schweizermeisterschaft
  • Ort: Sportplatz Lausen, “Stutz”
  • Richter: siehe Startlisten
  • Wettkampfleiter: Nicole Schmied
  • Startgeld: 45.- (ohne Essen)
  • Meldestelle: Michaela Fedriga, In der Mühlematt 8, 4450 Sissach, 061 9719064, fami08@gmx.ch
  • Meldeschluss: 13.9.09

Offenes Turnier

  • Datum: Sonntag  27.09.09
  • Kategorien: Beginners bis 2
  • Ort: Sportplatz Lausen, “Stutz”
  • Richter: siehe Startlisten
  • Wettkampfleiter: Renate Zurfluh und Helga Christen
  • Startgeld: 45.- (ohne Essen)
  • Meldestelle: Michaela Fedriga, In der Mühlematt 8, 4450 Sissach, 061 9719064, fami08@gmx.ch
  • Meldeschluss: 13.9.09



06. Juli 2008

3. - 6. Juli 08

Text: Sonja Unger

Damit wir uns etwas akklimatisieren konnten, flogen Nina und ich bereits am Montag, dem 30. Juni, nach Stockholm. Und einmal mehr ärgerte ich mich über den lausigen Check-In Service in Zürich. Trotz Ferienbeginn waren ganze vier Schalter geöffnet. Dementsprechend dauerte es ganze eineinhalb Stunden, bis ich meinen Hund endlich am Schalter abgeben konnte - 35 Minuten, bevor das Flugzeug startete.

In Stockholm musste man ziemlich lange auf das Gepäck warten. Und bis ich dann endlich am „Spezialgepäckschalter war, standen dort vier Vari Kennel mit Inhalt herum. Ohne jegliche Aufsicht notabene. Mit Hund musste man den roten Abfertigungsschalter passieren. Dort wurden die Papiere und der Mikrochip kontrolliert, alles war i.O.

Weiter ging’s per Bus zur Autovermietstation. Ein- und Aussteigen ziemlich stressig, denn der Fahrer hatte es eilig. Aber auch mit bestem Willen kann ich nicht einen schweren Koffer, einen Stoffkennel ohne und einen Vari Kennel mit Hund in einem Aufwasch ein- und ausladen.

Schreckmoment bei der Autovermietung: Hunde seien in ihren Mietautos nicht erlaubt! Ich machte dem Herrn aber ziemlich deutlich klar, dass ich extra deswegen nicht per Internet sondern per Telefon gebucht und extra gefragt hatte, ob Hunde erlaubt seien (was laut Auskunft keinerlei Problem sei). So gab er mir dann das Auto, wenn ich den Hund nur im Kennel transportieren würde (was ich ja sowieso mache).

Die Fahrt zum Hotel verlief dank Navi problemlos. Ausser Vollstopp direkt davor, weil das Hotel laut Navi erst in 500 Metern käme. Es waren div. andere Mannschaften und natürlich Aussteller auch dort untergebracht.

Am Donnerstag ging’s dann zum ersten Mal auf ins Messegelände, da Training und Tierarztkontrolle angesagt waren. Diejenigen, die mehrere Hunde hatten, waren bereits am Morgen um 6 h dort, weil es nur so früh noch Plätze im Parkhaus hatte! Das war mir viiiiel zu früh! Auch der vom Kennel Club organisierte Bus um 6.30 h war noch zu früh. Also nahm ich den Hotel-Messe-Shuttle - und ausser mir und Nina war niemand an Bord! Also VIP-Transport direkt zum Messeeingang! Im Gegensatz zu denen, die früher dort waren, hatte ich absolut keine Probleme mit dem Hereingelassen werden. Die folgenden Tage ging ich dann zu Fuss zur Messe, es war nur ein gut zehnminütiger Spaziergang.

Der Obedience-Ring war riesig - mit einer Stützsäule mittendrin. Er befand sich in einer Halle, wo auch diverse Ringe für die Hunde-Ausstellung waren. Also Lärmpegel die folgenden Tage dementsprechend. Der Ring war mit angenehm weichem Rasenteppich ausgelegt.

Anders als sonst üblich wurde weder die Reihenfolge der Übungen, noch wo im Ring sie stattfanden, bekannt gegeben. Dies führte zu Riesendiskussionen unter den Teilnehmern und den Richtern. Aber die Frau Oberrichterin blieb stur. Diese Angaben gab es erst am Donnerstag Abend. Etwas unfair gegenüber denjenigen, die am Freitag Morgen starten mussten.

Wir hatten uns für das Training in Gruppen aufgeteilt, damit wir uns nicht in die Quere kamen. Nina war von den vielen Leuten und Geräuschen ziemlich beeindruckt. Sie arbeitete zwar, aber mit angezogener Handbremse. Und das Carré hätte sie nicht gefunden, wenn der Kong nicht dringelegen hätte… Da wir ja nicht wussten, wo es an der Prüfung sein wird, übten wir es dank fleissiger Hilfspersonen (danke Josi und Gabi), die es in Windeseile auf- und abbauten, an zwei verschiedenen Orten (der Eine erwies sich dann als der Richtige). Nach dem Training war ich nicht so positiv eingestellt, ich befürchtete in etwa eine Vorstellung wie in Biasca, mit völlig gestresstem Hund, der ängstlich die Richter anschaut anstatt mich.

Das Klima war nicht das, was wir von Schweden erwarteten (und die Wetterprognose angekündigt hatte): Von Dienstag bis Freitag war es nämlich schwül-warm. Also genau das, was Nina nicht verträgt. Mir Obergfrörli klebte dauernd das T-Shirt am Körper. Dank Mitternachtssonne war es bis um 23 h hell. An einem Abend trainierte ich noch im nahegelegenen Park um 23 h das Carré im T-Shirt bei 23°C - und das in Schweden! Ich war erleichtert, als es am Freitag Abend endlich etwas abkühlte.

Ich liess Nina die folgenden zwei Tage am Ring in ihrem Kennel und nahm sie mehrmals raus, um auf dem Übungsplätzli etwas zu arbeiten oder durch die Ausstellung zu spazieren. So konnte sie sich an die Geräuschkulisse gewöhnen.

Am Samstag war an der Ausstellung Staffi-Tag. Dank Coni’s, Barbara’s und Erika’s Erklärungen und Skizzierkünsten weiss ich nun endlich, wie ein richtiger Staffi auszusehen hat. Na ja, diejenigen, die mir gefallen, laufen bei den Ausstellungen meist unter ferner liefen - aber nicht immer!

Im Verlaufe des Tages wurde ich plötzlich ziemlich nervös (mein Start war ja am Sonntag gegen 11 h). Ich beschloss, den Samstag Abend alleine zu verbringen, um mich auf den Sonntag konzentrieren zu können.

Bis am Samstag lag die Schweiz in der Teamwertung auf Rang 2, nach Finnland (uneinholbar) und mit nur 8 Punkten vor Norwegen. Da für die Teamwertung die drei besten Resultate zählen und unsere drei besten Teams bereits gestartet waren, war allen klar, dass ich daran nichts mehr ändern konnte, ausser wir hätten den Wettkampf unseres Lebens gehabt.

Am Sonntag war dann sogar ich mal ziemlich früh am Ring. Die erste Übung ist das Freiablegen in der Gruppe. Ninaklein lag wunderbar dort, aber leider brauchte ich zwei Kommandos, um sie wieder ins Sitz zu holen, denn sie starrte die „Vorhang-Richterin” an. Zur Erklärung: Die norwegische Richterin war für unseren Geschmack jeweils sehr komisch gekleidet, und an diesem Tag trug sie ein schweres Kleid, das eben etwas von einem Vorhang an sich hatte…. Die Noten: 2 x 8 und 1 x 7.5 Pte. Das kostete uns dann schlussendlich das V!

Da ich als Siebte startete, hiess es jetzt wieder warten, bis wir endlich dran kamen. Ich bat Paolo, unseren Teamleiter, die Position des Apportels für mich auszulosen und dem Helfer anzugeben, welche Apportierhölzer und welches Metallapport ich wollte, sodass ich direkt vom Übungsplatz (ich will die ganze Zeit Abreitplatz sagen…) in den Ring rasen konnte.

Die erste Übung war die Distanzkontrolle. Eine unserer schlechteren Disziplinen, da Nina gerne nach vorne rutscht, v.a. wenn da so fremde Menschen um sie herum stehen… Sie hielt sich tapfer, kam nur ganz wenig nach vorne und machte alle Positionen tiptop. Nur das erste Platz hätte etwas schneller sein dürfen. Resultat: 2 x 8 und 1 x 6.5. Warum vom „Vorhang” nur 6.5 weiss ich nicht.

Weiter ging es mit dem Carré: Nina ging in ansprechendem Tempo zum Töggel und ins Carré. Dort sagte ich Steh, sie stand und eine halbe Sekunde später machte sie Anstalten, ins Platz zu gehen. Ich warf das Platz-Kommando also sofort hintennach…. Anschluss dann tiptop. Punkte: 8.5, 8.0 und 7.5

Dann das Viereck mit Positionen: Anders als bei uns standen dort keine Pylonen, die Ecken waren nur mit Klebeband markiert. Das irritierte mich ziemlich und so hatte ich beim ersten Winkel Mühe, nicht über Nina zu stolpern. Die Positionen machte sie tiptop, ich denke, die Punkte verloren wir bei der Freifolge: 2 x 8.0, 1 x 7.5.

Das Abrufen mit Positionen: Eine meiner Angstdisziplinen, da sie manchmal ein Weilchen überlegen muss, was ich da jetzt grad soeben gesagt habe… Angesichts des Lärmpegels schrie ich das Steh - und Ninaklein stand! Das Platz könnte auch etwas schneller erfolgen. Für einmal waren sich die Richter einig: 3 x 8.0 Pte.

Dann das Hölzle: Sie ging, suchte, fand das Richtige, sicherte noch ein Hölzli ab, nahm es, kam herangerannt - und dann, beim Eindrehen in die Grundposition, blieb sie stehen und knautschte doch tatsächlich auf meinen Füssen auf dem Hölzli herum! Ich verkniff mir ein Kommando und blieb einfach stehen. Und siehe da, sie erinnerte sich, dass die Übung so wohl nicht aufhörte, nahm das Hölzli in den Fang und ging korrekt in die Grundposition. Das gab noch 6.5, 6.0 und 5.5 Pte.

Einmal umdrehen und weiter ging es mit dem Metallappport. Ich hatte am Abend zuvor im Park noch verzweifelt das Werfen geübt, denn der Sprung war sehr schmal und auf dem Übungsplatz war mein Metallapport in alle Himmelsrichtungen gespickt. Und es hatte geheissen, es gäbe auf keinen Fall ein zweites Ansetzen. Ich schaffte es und das Metallapport lag genau am richtigen Ort. Abzug gab es wohl, weil Nina sich nicht wie eine Wahnsinnige auf das Metall stürzt, sondern es etwas vorsichtig aufnimmt, weil sie es nämlich überhaupt nicht mag. Es gab 9.0, und zwei Mal 8.5 Pte.

Die Freifolge war ganz i.O., ein grösseres Bögli dort, eine leicht schräge Grundposition da, im Laufschritt etwas weit hinten, aber für unsere Verhältnisse war ich damit ganz happy. 7.5 und 2 x 7.0 Pte.

Die letzte Übung war der Richtungsapport. Eine Disziplin, die mich an den Prüfungen stresst. Ninaklein geht sehr gerne direkt zum Apportierholz oder, wenn sie gnädigerweise bei der Pylone dann doch einen Stopp macht, will sie meist das mittlere Holz apportieren (und das ist nie zu apportieren). Auch wenn ich sie im Training immer bei der Pylone bestätige und schon ewig nie mehr vom falschen zum richtigen Holz schicke und sie dieses apportieren lasse. Aber Nina liess mich nicht im Stich, ging zur Pylone und tatsächlich zum richtigen Holz und kam im gleichen oder noch schnelleren Tempo zurück. Leider sass sie aber leicht schräg in der Grundposition und knautschte auch ein gaaanz klein wenig. Das gab 2 x 8.0 und 9.0 Pte.

Am späteren Nachmittag kam dann noch das Sitzen in der Gruppe, wo wir 2 x 9.5 und 1 x 9.0 erhielten.

Tja und damit hatten wir total 251.67 Pte., also haarscharf am vorzüglich vorbei.

Und „schon” war es vorbei! Ich war happy, denn Nina hatte schön mitgemacht und wir hatten keinen Nuller - juppi! Das Ausspucken des Hölzlis, das Knautschen beim Apportieren und die leicht schräge Grundposition sind Dinge, die sie im Training nie macht und bei ihr deutliche Stressreaktionen sind. Ich bin auch happy, dass ich es geschafft habe, die Nerven zu behalten und nicht einfach nur ein kopfloses Nervenbündel war.

Die Unterstützung des Publikums war super und motivierte mich total!

Was dann kam, war lustig: Die anderen Teilnehmer hatten Nina ja seit Tagen gesehen. Einige waren gleich begeistert, weil da mal eine andere Hunderasse, dazu noch eine so Ungewöhnliche, zu sehen war. Andere hatten sie mit einer Mischung aus Erstaunen und Belustigung angeschaut. Irgendwie dachten sie wohl, wir seien als Pausenclown mitgereist… Nach unserer Vorstellung kamen sie zu mir und gratulierten zu unserer tollen Leistung. Wir mussten für Fotos posieren und einem Reporter-Team des schwedischen Kennel Clubs ein Interview geben.

Alles in allem: Eine tolle Erfahrung und ich bin froh, dass Ihr mich „überschnuret” habt, an der WM teilzunehmen!

Oh noch zum Resultat: Die Schweiz als Team wurde schlussendlich Dritte, denn die beste Norwegerin startete erst am Sonntag Nachmittag und machte eine super Prüfung.

In der Einzelwertung belegten die Schweizerinnen die Ränge 9, 14, 16, 28, 43 (wir), 58 und 72.